Ausstellung: „Stolpe an der Oder – Kleines Dorf, große Geschichte. Leben im Schatten einer gigantischen Turmburg“
Termine
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Ort
Museum Angermünde - Haus Uckermark
Hoher Steinweg 17/18
16278 Angermünde
Veranstalter
Museum Angermünde
Telefon: +49 3331 260058
S.Schmidt@angermuende.de
museumangermuende.de (öffnet in neuem Tab)
Ein kleines Dorf mit einer erstaunlich großen Geschichte steht im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung im Museum Angermünde vom 15. Oktober 2026 bis 3. Januar 2027.
Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch 775 Jahre Stolper Geschichte – von den frühesten Siedlungsspuren über die rätselhafte Turmburg bis in die Gegenwart. Im Mittelalter war Stolpe Zentrum der „Terra Stolpensis“, eines Herrschaftsgebietes, das große Teile der heutigen Uckermark umfasste. Später prägten Schloss und Gut der Familie von Buch über Jahrhunderte den Ort.
Historische Schätze aus dem Museum
Für die Ausstellung werden besondere historische Zeugnisse und bislang lange nicht öffentlich gezeigte Exponate aus den Beständen des Museums Angermünde zusammengeführt. Zu den besonderen Stücken gehört die 1885 vom Berliner Goldschmied Paul Felge geschaffene Turmplastik des Stolper „Grützpotts“ aus Zinn. Das Modell zeigt die monumentale Turmburg, die bis heute das Wahrzeichen Stolpes ist und zugleich eines der großen historischen Rätsel des Ortes darstellt.
Ebenfalls zu sehen ist die Fahne des Stolper Bürgergesangvereins von 1909, die eigens für die Ausstellung restauriert wurde. Die fast zwei Quadratmeter große Fahne zeigt auf ihrer Schauseite den Stolper Turm.
Archäologische Funde, Urkunden, historische Karten, Gemälde und Fotografien sowie Gegenstände aus Schloss, Kirche und Dorfgeschichte ergänzen die Ausstellung.
Geschichte zum Hören und Sehen
Die Ausstellung setzt nicht ausschließlich auf klassische Exponate. Audioinhalte mit Geschichte und Geschichten, Sagen und Liedern sowie kurze Filme ergänzen die historischen Zeugnisse und machen einzelne Themen auch für jüngere Besucherinnen und Besucher anschaulich und zugänglich.
Auch Persönlichkeiten der Stolper Geschichte werden vorgestellt. So führt die Ausstellung mit Christian Leopold von Buch, der 1774 in Stolpe geboren wurde, weit über die Grenzen des Ortes hinaus. Der später bedeutende Geologe erlebte 1805 gemeinsam mit seinem Freund Alexander von Humboldt einen Ausbruch des Vesuvs.
„Stolpe einst und jetzt – unser Dorf im Wandel“
Parallel zur neuen Sonderausstellung zieht in die untere Etage des Museums die Ausstellung „Stolpe einst und jetzt – unser Dorf im Wandel“ ein. Sie entstand anlässlich des 775-jährigen Dorfjubiläums und richtet den Blick auf die Menschen des Ortes.
Fotografien, persönliche Erinnerungen und Geschichten erzählen von Stolpe aus der Perspektive seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Damit treffen im Museum zwei unterschiedliche Perspektiven aufeinander: die historische Entwicklung des Ortes über viele Jahrhunderte und die persönlichen Geschichten der Menschen, die Stolpe heute und in der Vergangenheit geprägt haben.
