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Wasserwandern im Nationalpark

Den Nationalpark Unteres Odertal können Sie nicht nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken, sondern auch vom Wasser aus. Das ist für einen Nationalpark eine besondere Form des Naturerlebens: Mit dem Kanu führt der Weg unmittelbar durch die von der Oder geprägte Auenlandschaft, vorbei an Altarmen, Fließen und Poldern.

Damit dieses Naturerlebnis mit dem Schutz der empfindlichen Lebensräume und ihrer Tierwelt vereinbar bleibt, ist das Wasserwandern im Nationalpark klar geregelt. Kanutouren sind ausschließlich als geführte Touren mit ausgebildeten Kanuführerinnen und Kanuführern zulässig. Wasserwanderungen auf eigene Faust sind nicht erlaubt.

Von 15. Juli bis 14. November können auf ausgewählten Gewässern drei festgelegte Routen befahren werden. Je nach Route führen die Touren durch die Polderlandschaft nördlich von Schwedt oder durch den südlichen Bereich des Nationalparks. Dabei geht es über Altarme der Oder, Fließe und weitere Gewässer. Die Touren sind zwischen 7,2 und 11 Kilometern lang.

Die zeitliche Begrenzung hat einen wichtigen Grund: Vor dem 15. Juli sind Wasserwanderungen im sensiblen Schutzgebiet grundsätzlich nicht zulässig, um die Vogelwelt während der Brutzeit nicht zu stören.

Auf dem Wasser eröffnet sich eine andere Perspektive auf die Aue. Mit etwas Ruhe lassen sich beispielsweise Biber, Graureiher und verschiedene Wasservögel beobachten. Auch typische Pflanzen der Gewässer wie Schwanenblume, Krebsschere, Seerose und Pfeilkraut sind entlang der Routen zu entdecken.

Tour 1 – Polderlandschaft nördlich von Schwedt

Länge: 7,2 km
Start und Ziel: Wassersportzentrum Schwedt

Die kürzere der beiden nördlichen Kanutouren führt als Rundkurs durch die Polderlandschaft nördlich von Schwedt. Gepaddelt wird auf Altwässern der Oder durch ein verzweigtes Netz aus Wasserläufen. Vom Wasser aus eröffnet sich eine unmittelbare Perspektive auf die Auenlandschaft.

Die Tour beginnt am Wassersportzentrum Schwedt. Bevor es aufs Wasser geht, müssen die Boote über den Deich getragen werden. Anschließend führt die Route durch die Polderlandschaft.

Mit etwas Ruhe lassen sich unter anderem Biber, Haubentaucher und Graureiher beobachten. Auch verschiedene Seeschwalben können bei der Nahrungssuche zu sehen sein.

Tour 2 – Polderlandschaft nördlich von Schwedt

Länge: 11 km
Start und Ziel: Wassersportzentrum Schwedt

Die längere Rundtour führt ebenfalls durch die Polderlandschaft nördlich von Schwedt und folgt den Altwässern der Oder. Mit 11 Kilometern bietet sie eine längere Wasserwanderung durch das verzweigte Gewässersystem der Aue.

Wie bei Tour 1 beginnt die Fahrt am Wassersportzentrum Schwedt. Nach dem Übertragen der Boote über den Deich geht es auf das Wasser und hinein in die Polderlandschaft.

Entlang der Strecke können mit etwas Glück Biber und verschiedene Wasservögel beobachtet werden. In den Gewässern wachsen typische Wasser- und Uferpflanzen wie Schwanenblume, Krebsschere, Seerose und Pfeilkraut.

Tour 3 – Durch den südlichen Nationalpark

Länge: 7,8 km
Start und Ziel: Stolpe oder Stützkow an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße, Treffpunkt wird bei Buchung mitgeteilt.

Die dritte Kanutour führt durch den südlichen Teil des Nationalparks. Die Rundstrecke verläuft durch einen Trockenpolder und verbindet Altarme der Oder, Fließe und einen kleinen See.

Start und Ziel liegen an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße in Stolpe oder Stützkow. Die Route führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, in der sich Gewässer, Polderflächen und die angrenzenden Siedlungsbereiche abwechseln.

Die Tour lässt sich mit einem Besuch des Stolper Turms verbinden. Von dort bietet sich ein weiter Blick über das südliche Untere Odertal.

Geführte Kanutouren buchen

Die geführten Kanutouren werden über das StroamCamp Schwedt angeboten und sind ausschließlich dort buchbar. Dort erhalten Sie auch Informationen zu den aktuellen Startpunkten und Touren.

Campingplatz StroamCamp
Regattastraße 1, 16303 Schwedt/Oder

Wichtig:

Eigene Kanus dürfen im Nationalpark nicht eigenständig auf den ausgewiesenen Gewässern eingesetzt werden. Wasserwanderungen auf eigene Faust sind verboten und wegen der labyrinthartigen Verzweigung der Gewässer auch nicht ungefährlich. Die Begleitung durch ausgebildete Kanuführerinnen und Kanuführer ist verpflichtend.

  • Eigene Boote verboten
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